Denkmalgerechte Holzfenster mit Stichbogen-Oberlicht in Lippe
Denkmalgerechte Holzfenster mit Stichbogen-Oberlicht: Schablone, Bogenholz, Sprossen – kombiniert mit moderner Technik. Praxisbericht aus Detmold und Lippe.

Denkmalgerechte Holzfenster mit Stichbogen-Oberlicht sind maßgefertigte Fenster, deren leicht gebogener oberer Abschluss der historischen Fassade nachempfunden wird – innen aber mit heutiger Fenstertechnik für Wärmeschutz und Ruhe im Haus. Genau so haben wir es an einem historischen Backsteinhaus in unserer Region umgesetzt.
Der Charakter des Hauses bleibt erhalten, das Wohnen dahinter wird hell, warm und angenehm still. Wie das Schritt für Schritt gelingt, zeigen wir Ihnen hier – in Ruhe und ohne Fachchinesisch.
Was ist ein Stichbogen-Oberlicht bei historischen Fenstern?
Ein Stichbogen ist ein flacher, gedrückter Bogen – kein voller Halbkreis. Als Oberlicht sitzt er über dem eigentlichen Fensterflügel und gibt der Fassade ihre typische, weiche Linienführung.
Bei alten Backsteinhäusern folgt dieser Bogen dem gemauerten Fenstersturz. Setzt man dort ein gerades Standardfenster ein, entsteht oben ein toter Streifen – und das Gesicht des Hauses verliert seine Ruhe. Deshalb wird der Bogen bei uns nicht angenähert, sondern präzise nachgebaut:
Schablone vom Bauwerk: Wir nehmen den vorhandenen Bogen direkt am Mauerwerk auf, denn kein historischer Sturz gleicht dem anderen.
Bogenholz: Der gebogene Rahmenabschluss wird aus mehreren Lagen gefertigt und verleimt – so bleibt er dauerhaft formstabil.
Sprossenteilung: Feldgrößen und Sprossenbreiten richten sich nach dem historischen Vorbild, nicht nach Katalogmaß.
Profilierung: Die Kanten- und Flügelprofile werden dem Bestand nachempfunden, damit Licht und Schatten wieder wie früher spielen.
Wie stimmt man denkmalgerechte Fenster mit der Denkmalbehörde ab?
Am besten früh, schriftlich und mit Mustern zum Anfassen. Wir klären vorab die Punkte, an denen Genehmigungen sonst hängen bleiben – und Sie müssen sich um die Abstimmung nicht selbst kümmern.
In der Praxis geht es fast immer um dieselben Details: Teilung, Profil, Farbton, Glas und Beschlagbild. Wer diese Punkte vor der Fertigung sauber festlegt, spart später Diskussionen und Nachbesserungen. Typischerweise legen wir vor:
Zeichnungen mit Ansicht, Schnitt und Sprossenaufteilung
ein Profilmuster als Handstück zum Anfassen
Farbmuster für den Anstrich, oft ein gebrochenes Weiß
Angaben zur Verglasung und zur Sprossenausführung
Das Ergebnis ist eine planbare Genehmigung – und ein Haus, das nach der Sanierung aussieht, als hätte es diese Fenster immer schon gehabt.

Worauf es bei der Ausführung ankommt
Rahmenstärke: Bei tiefen Laibungen ist mehr möglich, bei schmalen Ansichten wählen wir eine schlankere Konstruktion.
Sprossen: Aufgesetzte Sprossen mit innenliegendem Glasteiler wirken von außen wie eine echte Teilung – und bleiben pflegeleicht.
Beschläge und Dichtungen: Zwei umlaufende Dichtungsebenen sorgen dafür, dass es nicht mehr zieht und der Straßenlärm draußen bleibt.
Einbruchhemmung: Auch im historischen Kleid lassen sich verstärkte Beschläge, abschließbare Griffe und Sicherheitsglas ergänzen.
Oberfläche: Ein fachgerechter Anstrich schützt das Holz und lässt sich später mühelos auffrischen – das macht diese Fenster langlebig.
Warum braucht ein Stichbogen so viel Handarbeit?
Weil gebogene Rahmen, historische Profile und stimmige Sprossenteilungen Erfahrung verlangen, die man nicht einfach nachschlagen kann. Am Anfang steht die Schablone vom Mauerwerk, am Ende der letzte Handgriff an der Profilkante – dazwischen liegt viel ruhige, sorgfältige Werkstattarbeit.
Genau hier verbinden wir Bewährtes mit Fortschritt: Das Wissen um alte Fensterformen bleibt in unserem Team lebendig und wird weitergegeben, die Fertigung selbst läuft CNC-gestützt und damit millimetergenau. Traditionelles Handwerk und moderne Technik schließen sich nicht aus – sie ergänzen sich, und das Ergebnis sehen Sie an jedem einzelnen Bogen.
Ein weiterer Vorteil in der Sanierung: Tischlerei und Zimmerei sind bei uns unter einem Dach. Wenn am Sturz, an der Gaube oder am Dachanschluss etwas nachgearbeitet werden muss, haben wir das passende Netzwerk an Maurer und Dachdecker. Für Sie bedeutet das einen Ansprechpartner statt vieler Termine.
Und ja: Wir sind von hier. Die Häuser in Detmold, Lippe und Ostwestfalen-Lippe kennen wir gut, ihre Baujahre, ihre Eigenheiten und ihre typischen Fensterformate. Das macht die Beratung ehrlicher und das Aufmaß genauer.
Wie läuft der Fensteraustausch im bewohnten Haus ab?
Geordnet, angekündigt und in überschaubaren Abschnitten. Wir arbeiten raumweise, decken sorgfältig ab und lassen die Baustelle jeden Abend besenrein zurück – das nehmen wir sehr ernst, denn Sie wohnen währenddessen weiter in Ihrem Zuhause.
Beratung vor Ort: Wir schauen uns Fassade, Laibungen und Innenanschlüsse gemeinsam an und sprechen offen über Optik, Wärmeschutz und Budget.
Aufmaß und Planung: Jedes Fenster wird einzeln aufgemessen, jeder Bogen per Schablone erfasst.
Fertigung: Ihre Holz- oder Kunststofffenster entstehen in unserer Tischlerei; bei großen Projekten ergänzen wir passende zugekaufte Elemente.
Montage: Ausbau, Einbau, fachgerechte Abdichtung – Raum für Raum, mit festem Terminplan.
Anschlussarbeiten: Innenlaibung, Fensterbänke und Anstricharbeiten sauber zum Abschluss gebracht.
Die Kosten legen wir vorher transparent und nachvollziehbar fest, damit Sie planen können und keine Überraschungen erleben. Termine halten wir ein – auch das gehört für uns zu ordentlicher Arbeit.
Am Ende steht ein Ergebnis, das man nicht nur sieht, sondern spürt: helle Dachgeschossräume mit Rundbogen-Oberlichtern und viel Tageslicht. Historischer Charme, heutiger Wohnkomfort – und ein Ansprechpartner für alles. 🏡
Weitere häufige Fragen zu denkmalgerechten Holzfenstern haben wir Ihnen unten kurz beantwortet. Und wenn Sie dabei Ihr eigenes Haus im Kopf haben: Schreiben Sie uns gern, wir schauen uns das in Ruhe an. Mehr über unsere Arbeit finden Sie auf heinrich-klenke.de.

Häufige Fragen
In vielen Fällen ja – wenn Optik, Teilung und Profilierung dem historischen Vorbild entsprechen. Die Abstimmung mit der Denkmalbehörde übernehmen wir für Sie und legen Zeichnungen sowie Muster vor.
Häufig ja, sofern Rahmenstärke und Laibungstiefe es zulassen. Wo eine schlankere Ansicht gefordert ist, wählen wir eine passende Alternative mit gutem Uw-Wert, also mit geringem Wärmeverlust.
Wir nehmen den vorhandenen Bogen direkt am Mauerwerk per Schablone auf. Das Bogenholz wird anschließend aus mehreren Lagen gefertigt und verleimt, damit es dauerhaft formstabil bleibt.
Meist als aufgesetzte Sprossen mit innenliegendem Glasteiler. Von außen entsteht so das Bild einer echten Teilung, das Fenster bleibt aber angenehm einfach zu reinigen.
Die Montage erfolgt raumweise und ist pro Fenster meist an einem Tag erledigt. Den genauen Ablauf und die Termine planen wir vorher gemeinsam mit Ihnen durch.
Ja. Tischlerei und Zimmerei sind bei uns unter einem Dach, deshalb übernehmen wir Aufmaß, Fertigung, Montage und Anschlussarbeiten mit einem Ansprechpartner.
Wir sind Heinrich Klenke GmbH.
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